Was hat Ethik mit Evolution zu tun?
Es geht nicht darum, dass "Darwinisten" das "Überleben des Stärkeren" zum moralischen Grundsatz ihres Handelns erklären. Es wäre offenbar falsch, zu denken, nur weil in der Natur der Starke über den Schwachen siegt, müsse man auch in der menschlichen Gesellschaft dafür sorgen, dass der Schwache dem Starken Platz macht. Zudem geht in der Evolution um das Überleben des am besten Angepassten und nicht um das des Stärksten. Der evolutionäre Erfolg wird nicht an der Kraft, Schönheit oder Intelligenz gemessen sondern an der Anzahl der überlebenden Nachkommen.
Ich befinde auch nicht alles, was durch die Evolution entstanden ist, automatisch für gut. Man darf nicht von Sein auf Sollen schließen. Weil etwas natürlich ist, muss es noch lange nicht wünschenswert sein. Umgekehrt muss unnatürliches Verhalten auch nicht schlecht sein.
Um zu klären, wie trotzdem die Evolution auf die Ethik Einfluss nimmt, wende ich mich anstatt der schwierigen Frage "was sollen wir tun?" erstmal einfacheren Fragen zu wie "was sollen wir essen?" und "was sollen wir hören?".
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