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Mit knapp 20 Minuten ist das Video ist diesmal etwas länger als gewöhnlich, und es enthält zudem eine Menge englischen Text. Da ich keine Zeit habe, eine Version mit Untertiteln anzufertigen, versuche ich es mit einer Inhaltsangabe.

Susan Savage-Rumbaugh beginnt mit einer Einführung: Bonobos sind die fröhlichsten Tiere der Welt. Ihre Lebensweise ist ein gut gehütetes Geheimnis, weil sie nur im Kongo leben und selten in Zoos zu sehen sind. Das liegt (leider nicht am Respekt gegenüber dieser uns ähnlichsten Tierart sondern) an ihrem Sexualverhalten, das dem menschlichen so ähnlich ist, dass die Vorführung im Zoo pornographisch wäre.

Die Bonobos leben in einer mitfühlenden Gesellschaft mit gleichen Rechten, und benutzen Sex zur Kommunikation und Konfliktlösung.

Man versucht gerne, den Menschen anhand einiger charakteristischer Merkmale zu definieren wie Sprache, Werkzeuggebrauch oder Mathematik. Aber wenn man sich die Menschen betrachtet, die früher in Tasmanien lebten, ohne Feuer und Steinwerkzeuge, und wohl auch ohne Musik, dann unterscheidet den Bonobo davon vor allem das dichtere Fell.

In Minute 3:10 wird gezeigt, dass der Bonobo besser aufrecht gehen kann als der Schimpanse. In 3:25 kommt zum Vergleich ein Australopithecus hinzu. Der Unterschied ist gering. Minute 4:42 zeigt, wie wildlebende Bonobos auf zwei Beinen gehen und dabei Äste in den Händen tragen. Sie können das auch über größere Entfernungen.

In den USA betreut Frau Savage-Rumbaugh eine Gruppe von acht Bonobos. Sie weist darauf hin, dass was wir im Video sehen nicht antrainiert oder Trick ist. Sie sagt in 5:35 zu Kanzi, dass sie Stöcke für das Lagerfeuer brauchen, und der Bonobo fängt an, welche zu sammeln und zu zerbrechen. Dann sagt sie ihm, sie hätte ein Feuerzeug un der Tasche, und er holt es raus und zündet das Lagerfeuer an. Er könnte wohl auch lernen, das ohne Feuerzeug zu tun, wenn er es bei jemand abgucken würde. Sie sagt ihm nach dem Barbecue, er solle Wasser aufs Feuer schütten, und er tut es.

Seine Schwester Austin fährt dann einen Golfwagen. Das Gaspedal kennt sie, aber die Lenkung wird ignoriert. Selbstverständlich erkennen Bonobos sich im Spiegel.

Die Bonobomutter Panbanisha pflegt das Fell ihres Kindes Nyota mit einer Schere. Als Nyota das nachzuahmen versucht, nimmt sie ihm fürsorglicherweise die Schere weg.

Ein Bonobo stellt sich ein Steinmesser her und schneidet damit einen Futterbehälter auf. Die dabei entstandenen Steinwerkzeuge sehen denen ähnlich, die unsere Vorfahren vor zweieinhalb Millionen Jahren benutzten.

Panbanisha war seit Tagen nicht im Wald und möchte raus. Sie nimmt ein Stück Kreide und malt das Zeichen für die Waldhütte auf den Boden, das sie von der Tastatur her kennt, mit der sie sich normalerweise verständlich macht. Sie malte auch schon Zeichen auf den Waldboden. Wenn ich den Text richtig verstehe, hat sie sich das Malen von Symbolen mit Kreide auf den Boden aber bei den Forschern abgeguckt. Die beste Art, Bonobos den Gebrauch von Sprache beizubringen, ist, diese Sprache in ihrer Gegenwart zu benutzen.

In 16:05 wird endlich der Titel "Spielende Tiere" verständlich. Ein Bonobo spielt Pac-Man.

Susan Savage-Rumbaugh vertritt in diesem Film die Meinung, dass der Unterschied zwischen Mensch und Bonobo mehr ein kultureller sei als ein biologischer.

Als aktiver Atheist wird man oft gefragt, was denn an den Religionen so schlimm ist, dass man dagegen angehen muss. Es störe doch keinen, wenn jemand in der Kirche oder zuhause seinen Glauben praktiziert.

Das Schlimme ist ja, dass die Religion eben nicht nur eine Privatsache bleibt. Kein anderer Verein kann seine Mitgliedsbeiträge über das Finanzamt einziehen. Die Kirchen haben ihre Vertreter in Rundfunkräten und Konkordatslehrstühlen.

Wenn Politiker gläubig sind, ist das ungefähr so bedenklich, wie wenn sie sich nach Horoskopen richten. Bei George W. Bush musste man befürchten, dass er die Apokalypse und die Wiederkunft Jesu herbeiführen wollte, und bei Ahmadinedschad muss man es noch.

Jetzt hat sich der Kommunikations- und Informations-Minister Tifatul Sembiring in Indonesien lächerlich gemacht, indem er das Erdbeben vom 30. September in Sumatra, bei dem mehr als 1000 Menschen starben, mit der gelockerten Moral der indonesischen Bevölkerung in Verbindung brachte.

Das ist nicht nur ein Irrtum sondern kann auch als eine Beleidigung für die Opfer und die Bewohner der betroffenen Region aufgefasst werden. Vor allem läuft diese Denkweise aber Gefahr, vernünftige Maßnahmen wie Frühwarnsysteme und erdbebensichere Bauten zugunsten von weniger geeigneten wie Verboten und Razzien zu vernachlässigen.

Als durchgeführte Maßnahmen nennt Bernama.com die Schließung indonesischer Porno-Seiten und die Verteilung von Zensur-Software, auch gegen Blasphemie. Besondere Sorge bereitet dem Minister der Fund von 500 in Indonesien hergestellten Pornos auf den Märkten rund um sein Büro.

Gefunden bei Pharyngula

Es gibt einige Begriffe, die in der Umgangssprache anders benutzt werden als in der Wissenschaft. "Theorie", "Energie", "Dimension" und "Information" gehören dazu. Sogar in verschiedenen Zweigen der Wissenschaft können solche Begriffe unterschiedlich definiert sein.

Im vorliegenden Beitrag stelle ich einige Definitionen von "Information" vor und betrachte, was sie für die Evolutionskritik bedeuten.

Artikel ganz lesen

Gefunden bei Carl Zimmer's Blog "The Loom"

Neben der Zeitlupentechnik ist das weit ausfahrbare Maul interessant. Beim nächsten ist es noch extremer.

Gefunden bei Deep Sea News

Den von Coturnix vergebenen Titel "The craziest fish jaws ever" könnten dem Stülpmaul Lippfisch aber einige Muränen streitig machen.

Wie das Monster aus dem Film Alien besitzen Muränen ein zweites Paar Kiefer, mit dem sie einen Brocken, den sie mit den Zähnen festhalten, nach hinten ziehen können.

Darüber berichtete auch der Spiegel mit Video oder auch Focus oder spektrumdirekt.

Ja, auch Alligatoren spielen.

Jedenfalls weist der Artikel, aus dem ich das Video habe extra darauf hin.

Zudem wird offenbar, dass Alligatoren Obst fressen, wie auch das zweite Video zeigt:

Endogene Retroviren (ERV) sind RNA-Viren, die ihr Erbgut in eine Keimbahnzelle des Wirts eingebaut haben, so dass sie neben der Ansteckung auch die Vererbung innerhalb der Wirtstiere zur Verbreitung nutzen. Aufgrund der Größe des Genoms und des weitgehend zufällig gewählten Einfügeortes kann man sich sicher sein, dass wenn zwei Tierarten einen ERV desselben Typs an gleicher Position in der DNA haben, ein gemeinsamer Vorfahre mal den Provirus eingepflanzt bekam.

Äußerlich recht unterschiedliche Tiere, wie zum Beispiel Fledermäuse und Elefanten ähneln sich im Körperbau, was auf eine gemeinsame Abstammung hindeutet. Als Gegenargument dazu bekommt man zu hören, dass der Schöpfer gut funktionierende Baupläne mit Abwandlungen mehrfach verwendet hat. Da dieser Schöpfer allmächtig sein soll, hätte er Fledermäusen und Elefanten aber auch ganz unterschiedliche Knochen in die Arme und Füße packen können. Die Evolutionstheorie erklärt, warum die Knochen einander entsprechen, während der Schöpfer nicht nur omnipotent und omniscient ist sondern auch omniexplanatorisch.

Den Gedanken, dass funktionierende Einheiten bei verschiedenen Arten wiederverwendet werden, möchten die Kreationisten gerne auch auf endogene Retroviren anwenden, die in der DNA verschiedener Tierarten an übereinstimmenden Positionen sitzen. Deshalb ist es ihnen wichtig, auf deren nützliche Funktionen hinzuweisen. Bei näherem Hinsehen haben aber niemals vollständige ERVs einen Nutzen für den Wirt sondern bestenfalls ein Gen oder ein LTR davon. Die allermeisten ERVs im Erbgut sind völlig nutzlos und es gab sicher noch weit mehr von ihnen, die durch natürliche Selektion und durch genetische Drift entfernt wurden.

Die Phantasien mit den gutartigen ERVs werden so weit gesponnen, dass die Retroviren als Verteiler nützlicher Gene ausgeschwärmt sein sollen, die sie dann punktgenau bei anderen Arten eingefügt hätten. Erst durch den Sündenfall seien sie bösartig geworden. Das wäre zwar ein Erklärungsansatz dafür, dass man aus der Verteilung von endogenen Retroviren Stammbäume konstruieren kann, aber nicht dafür, dass man auch aus den Zerfallserscheinungen der inaktiven Proviren dieselben Stammbäume erhält.

Insbesondere die LTRs an beiden Enden des Provirus, die zum Zeitpunkt der Einfügung identisch sind, liefern besonders klare Informationen über die Verwandschaftsbeziehungen unterschiedlicher Tierarten, die orthologe ERVs tragen. Eine Stellungnahme von kreationistischer Seite ist mir dazu nicht bekannt.

Unter "Artikel ganz lesen" geht es weiter zur Liste der in meiner Abhandlung über ERV hier im Blog verwendeten Internetseiten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

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Außer dem einfachen Beweis gibt es andere Möglichkeiten, anhand von DNA Abstammungen zu ermitteln. Diese möchte ich kurz vorstellen, bevor ich mich mit Einwand 6 beschäftige:

"Die aus ERV ermittelten Stammbäume sind inkonsistent".

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Dieser unglaubliche Fisch ging im Februar durch die Presse:

Monterey Bay Aquarium Research Institute
National Geographic
Pharyngula
Videobeitrag beim Spiegel

Das, was an der Stelle sitzt, wo man im menschlichen Gesicht die Augen erwarten würde, sind die Nasenlöcher. Die Augen sind die grünen Halbkugeln im Kopf.

Ich frage mich schon lange, was gemeint ist, wenn seitens der Kreationisten gefordert wird, man solle "beide" Seiten in der Schule lehren ("teach both sides"). Soll das heißen: Wissenschaft und Intelligent Design oder Wissenschaft und Junge-Erde-Kreationismus, oder was?

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In den bisher behandelten Einwänden gegen den Evolutionsbeweis durch endogene Retroviren wurden phantastische und völlig haltlose Geschichten darüber gesponnen, was ERVs ursprünglich gewesen sein könnten. Jetzt geht es um vernünftigere Einwände, nämlich darum, ob die übereinstimmenden Einfügestellen bei verschiedenen Tierarten von einer Vorliebe der ERVs für bestimmte Positionen herrühren können, und ob überhaupt ausreichend viele übereinstimmende Einfügestellen vorliegen, um daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

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